Krähen

Sine hasst Krähen. Ich hasse Krähen, denkt Sine, während der Vogel ihren Apfel auf seinen Schnabel spießt und Sine weiterhin hungrig ist. Weil sie hungrig ist, wollte sie den Apfel essen, der ihr, kaum dass sie einmal hinein gebissen hatte, aus der Hand auf den Parkweg fiel, dort, wo die Abzweigung zum Teich ist. Sie hätte den Apfel aufgehoben und weiter gegessen, nur einen Moment war sie abgelenkt gewesen, hatte auf das Geschrei, von Kindern oder jungen Frauen, gehört, ihren Kopf umgewandt, da hatte sich die Krähe bereits den Apfel und Sine, die denkt, sie hasse Krähen, sich nicht entschließen können, dem schwarzgefiederten Vieh den Apfel, da es sich schon erhob, flatternd seine Flügel und fort flog mit dem Apfel, dem einzigen, den Sine hatte auftreiben können, ich hasse Krähen, murmelt sie, während sie zum Teich schlurft, denn dort, vielleicht, läge ein wenig altes Brot, das die Enten, wer weiss, übersehen hätten.

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3 Kommentare zu „Krähen

  1. Für Apfel-Sine scheint der Apfel keine conditio sine qua non. Und nein, mein Latein reicht nicht, um zu verstehen, was ich hier schreibe.
    Aber das Bild gefällt mir, Sine, deren Alter wir nur vermuten können, und die sich mit Krähen und Enten um ein wenig Nahrung streitet, wobei, wenn mich meine unzulänglichen Bibel-Kenntnisse nicht täuschen, die Vögel des Himmels weder säen noch ernten, sondern vom himmlischen Vater versorgt werden.

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