Buch #2

du, ja du, sag du mir, ist’s nicht wunderbar, so wahr, so du, die du mich kenntest nimmer, sag, wie ist’s, dass ich von dir, von dir wohl ganz allein und einzig ich nur dies, in meiner Hand, dein Buch nun halte, du, die es geschrieben, sag, wie ist’s, dein Buch in meiner fremden Hand zu wissen, wissen, dass, wenn ich es, ja, dein Buch, es schlage auf und lese, was du einst, weißt du, vor wieviel langer Zeit, geschrieben hast, als hättest du’s für mich, die du nicht kennst, du niemals kennen wirst, geschrieben. Ich, ja ich, ich blättere die Seiten. Ich, ja ich, ich les ein Wort, ein zweites, schau, schau ratlos auf den Satz, den du für mich geschrieben, den ich doch, ich nicht, auch nicht beim zweiten, dritten, nein, ihn nicht versteh. Ich blättre weiter, seh, wie du für mich, für mich allein, die Zeichen setztest aufs Papier, die nun ich seh in diesem Buch, des Seiten ich, des Worte nicht versteh. So sehr ichs wollt, doch es gelingt mir nicht. Ich lege es, dein Buch, das du, du in Gedanken wohl an mich, für mich verfasstest, lege es, so ratlos stumm beiseite.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s