Traum

In der Stunde der Nacht,

da die Wörter zu Buchstaben zerfallen

und die Buchstaben sich zu Wörtern fügen,

liege ich wach

und habe Angst.

In der Stunde der Nacht,

da die Buchstaben auf Wanderschaft gehen

und die Wörter durch Gedanken schweifen,

liege ich wach

und folge ihnen hilflos.

In der Stunde der Nacht,

da die Wörter sich voll Bedeutung saugen

und die Buchstaben zu prallen Früchten reifen,

liege ich wach

und wünsche mir zu träumen.

Dann, in der Stunde der Nacht,

könnte ich sie pflücken.

Dann, in der Stunde der Nacht,

bisse ich hinein.

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2 Kommentare zu „Traum

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